GESAMTVERZEICHNIS 2003 - 2017

  • 2017

    ZUM SEITENANFANG

    • In 2017 werden Dr. Klaus Schuback und Fabian Klose für die Stiftung nach Zanskar reisen mehr...
    • Dr. Marianne Prien wird mit Ihrem Dental Camp 2017 wieder in Zanskar erwartet mehr...

    2016

    ZUM SEITENANFANG

    • Tätigkeitsbericht der Stiftung 2016 mehr...
    • Vorweihnachtliches Treffen ehemaliger Mitarbeiter des Athenstaedt Unternehmens mehr...
    • REISEBERICHT – Vom 13. Juli bis 13. August 2016 besuchten Brigitte Heitmeier und Franz Nitsch das Schulprojekt in Zanskar, um Stiftungsaufgaben wahrzunehmen mehr...
    • REISEBERICHT – Herbert Brüdt besuchte im September 2016 die SECPAD Schule mehr...
    • REISEBERICHT – Das Lehrerehepaar Matthias und Kirsten Pieper berichten von Ihrem Besuch in Zanskar mehr...
    • Aktuelle Informationen für Pateneltern und Spender mehr...

    2015

    ZUM SEITENANFANG

    • REISEBERICHT – In der Zeit vom 13. August bis 11. September 2015 besuchten Brigitte Heitmeier und Franz Nitsch das Schulprojekt in Zanskar, um die Stiftungsaufgaben wahrzunehmen mehr...
    • REISEBERICHT – Dr. Marianne Prien - Team, 2. "Dental Camp", Zanskar, SECPADS-School. Bericht zur Reise 2015 mehr...
    • REISEBERICHT – Reise Herbert Brüdt im September 2015 mehr...
    • Stiftungssitzung am 10. Mai 2015 und Erweiterung des Vorstands durch Herrn Dr. Schuback mehr...
    • Viele besorgte Anfragen zu dem Erdbeben in Nepal mehr...
    • Seit dem 16. März 2015 unterrichten zwölf Lehrer 140 Schüler mehr...
    • Nach den Winterferien erreichte uns am 1. April 2015 der erste Monatsbericht des Direktors H. R. Sharma mehr...

    2014

    ZUM SEITENANFANG

    • REISEBERICHT – Fabian Klose reiste vom 20. Juli bis 13. August 2014 nach Zanskar und besuchte die SECPADS School mehr...
    • Zur gleichen Zeit versorgte das Team um Zahnärztin Dr. Marianne Prien aus Hannover mehr als 400 Patienten in Schule und Region mehr...
    • Vocational-Training-Center arbeitet selbständig mehr...
    • Langjähriger Freund von Marianne Athenstaedt und der Stiftung Skarma Rinchen aus Leh erstmals zu Gast in Deutschland mehr...
    • Am 8. November 2014 traf sich die Athenstaedt-Stiftung zu ihrer jährlichen Versammlung mehr...
    • Dank an Friedegund und Steffen Zschunke für 14 Jahre Stiftungsarbeit mehr...
    • Der Monatsbericht des Direktors H. R. Sharma erreichte uns am 7. November 2014 aus Zanskar mehr...

    2013

    ZUM SEITENANFANG

    • Rückblick 2012/2013 und Vorausschau 2014 in der Jahresversammlung November 2013 mehr...
    • Alle Schüler der 8. Klassen haben ihre Prüfungen gut bestanden mehr...
    • Helene Bergers Ausbildungszentrum nun bei der Athenstaedt-Stiftung in guten Händen mehr...
    • REISEBERICHT – Evelyn Reuter und Uta Pursche reisten vom 3. Juli bis 8. August 2013 nach Zanskar mehr...

    2012

    ZUM SEITENANFANG

    • REISEBERICHT – Pateneltern berichten aus erster Hand mehr...
    • REISEBERICHT – Brigitte Heitmeier und Franz Nitsch von Juli bis September in Zanskar mehr...
    • Treffen mit dem Dalai Lama am 31. Juli 2012 in Padum mehr...
    • Zusammenarbeit mit Helene Bergers Projekt des Ausbildungszentrums nahe der Schule mehr...
    • Aus dem Fotoprojekt an der Schule wurde eine Fotoausstellung in Leh mehr...
    • REISEBERICHT – Hildegard und Karlheinz Kaminski diesmal auf privaten Wegen unterwegs in Zanskar mehr...
    • Bericht von Schuldirektor Mr. Sharma, April 2012 mehr...

    2011

    ZUM SEITENANFANG

    • REISEBERICHT – Am 5. Juli 2011 starteten Hildegard und Karlheinz Kaminski ihre Reise nach Zanskar mehr...
    • Bremen: Großzügige Spende der Bremer Philharmoniker für das Schulprojekt mehr...
    • Darmstadt: Bei der 7. Weitsicht in Darmstadt war die Stiftung wieder vertreten mehr...
    • Zanskar: Unter der Leitung des neuen Schuldirektors Qualitätssprünge in der Methodik des Unterrichts mehr...

    2010

    ZUM SEITENANFANG

    • REISEBERICHT – Reiseberichte von Hildegard und Karlheinz Kaminski, 2010 mehr...
    • Fünf neue Lehrerinnen und Lehrer an der Schule mehr...
    • Mit 181 Schülerinnen und Schülern die Kapazitätsgrenzen der Schule erreicht mehr...
    • Neu: der Freitags- und Handarbeitsunterricht mehr...
    • Abends konstante Lichtverhältnisse mehr...

    2009

    ZUM SEITENANFANG

    • Tätigkeitsbericht der Stiftung steht als Download auf der Webseite zur Verfügung mehr...
    • Hansraj Sharma leitet jetzt die SECPADS-School mehr...
    • REISEBERICHT – Neuer Chic auf dem Schulhof und in den Klassenzimmern mehr...
    • REISEBERICHT – Premiere, der Schularzt kam aus Deutschland mehr...
    • REISEBERICHT – Theater in der Schule mehr...
    • High-Tech auf dem Schuldach mehr...
    • Weitsicht-Festival in Frankfurt mehr...
    • 10 Jahre Athenstaedt-Treffen mehr...
    • Hildegard und Karlheinz Kaminski und Uta Pursche in den Reihen der Stiftung mehr...
    • Wollen Sie unsere Schule besuchen und Ihr Patenkind treffen? mehr...

    2008

    ZUM SEITENANFANG

    • REISEBERICHT – Neues Guest-House der SECPADS-School wurde im Juni 2008 im Beisein von Evelyn Reuter und Uta Pursche übergeben mehr...
    • Auch in diesem Jahr unterrichtete das Lehrerehepaar Hildegard und Karlheinz Kaminski wieder mehr...
    • Derzeit lernen 133 Schüler in unserer Schule mehr...

    2007

    ZUM SEITENANFANG

    • Aktuelles im Dezember 2007 mehr...
    • REISEBERICHT – Bericht über den Besuch der SECPAD-School 2007 mehr...
    • Aktuelles im März 2007 mehr...
    • Bericht über die Präsentation der Stiftung auf dem 3. Weitsicht-Festival in Darmstadt im Februar 2007 mehr...

    2003 - 2006

    • REISEBERICHT – Bericht über den Besuch der SECPAD-School 2006 mehr...
    • Bericht über die Präsentation der Stiftung auf dem 14. Weitsicht-Festival im November 2006 mehr...
    • REISEBERICHT – Bericht über den Besuch der SECPAD-School 2005 mehr...
    • Bericht über die Präsentation der Stiftung auf dem 13. Weitsicht-Festival im November 2005 mehr...
    • REISEBERICHT – Bericht über den Besuch der SECPAD-School 2004 mehr...
    • REISEBERICHT – Bericht über den Besuch der SECPAD-School 2003 mehr...


REISEBERICHT

Bericht über den Besuch der SECPAD-School 2004

von Evelyn Reuter


Mein Name ist Evelyn Reuter, ich bin Vorstandsmitglied der Reinhard und Marianne Athenstaedt-Stiftung. In diesem Jahr habe ich das Gebiet Zanskar und die SECPAD School in Karsha-Yülsum zusammen mit Uta Pursche, Marlies Schuback (sie interessieren sich sehr für Zanskar, die SECPAD und die Arbeit der Stiftung) und Norbert Langer (er ist ein Kenner der Gegend und war mit Frau Athenstaedt mehrere Jahre freundschaftlich verbunden) besucht.

Die Mission war in diesem Jahr schwer, da der Tod von Marianne Athenstaedt, die in Zanskar und Ladakh sehr bekannt, beliebt, geschätzt und geachtet war, überall in der Bevölkerung grosse Trauer und Betroffenheit auslöste. So erzählte uns Mr. Sonam Namgyal (Vorsitzender der SECPAD), dass am Tage der Trauerfeier in Deutschland in sehr vielen Klöstern in Zanskar eine Puja (religiöse Zeremonie) zu ihren Ehren zelebriert wurde.

Am 30.06.2004 fand im neu errichteten Hostel eine Trauerfeier statt, bei der alle Vorstandsmitglieder der SECPAD, die Schulkinder, Lehrer, viele Eltern, Uta Pursche, Marlies Schuback, Norbert Langer und ich anwesend waren. Mönche aus dem Kloster Karsha zelebrierten den ganzen Tag Gebete. Mr. Sonam Namgyal hielt eine Gedenkrede für „Madam“ wie sie von allen in Zanskar respekt- und liebevoll genannt wurde. Für die Stiftung gedachte Norbert Langer der hervorragenden Arbeit von Frau Athenstaedt.

Am 01.07.04 wurde begonnen, alle Kinder der Schule einzeln und klassenweise zu fotografieren. In diesem Jahr haben wir uns entschlossen, alle Schüler zu registrieren (nicht wie bisher nur die Patenkinder). Somit sind nach „Freigabe“ von Schülern für eine Patenschaft durch die SECPAD die vollständigen Angaben der Kinder greifbar. Die Reihenfolge der zu sponsernden Kinder bestimmt die SECPAD. Bisher war es schwierig, alle notwendigen Angaben für eine Patenschaft aus Zanskar zu erhalten. Die Kommunikation mit den Zanskaris ist für uns zeitweise sehr kompliziert, da spätestens Anfang Herbst die Pässe geschlossen sind und somit keine Post die Gegend erreicht. Auch das Internet erweist sich mangels fehlender oder nicht funktionierender Telefonleitungen und Computer nicht als Kommunikationslösung. Falls es jedoch nicht daran scheitern würde, wäre mit Sicherheit der Strommangel das Hindernis. Für die SECPAD ist es darüber hinaus schwierig, Bilder der Kinder zu machen, da kaum Fotoapparate vorhanden sind und wenn, muss der Film in Leh (grössere Stadt in Ladakh) entwickelt werden. Nun ja, wir müssen dort vieles bedenken, was hier in Deutschland selbstverständlich ist und von fast jedem Kind beherrscht wird. Wir waren in diesem Jahr glücklicherweise zu viert und konnten so den grossen Arbeitsaufwand bewältigen.

Aufgabenverteilung:


Die Erfassung und Zuordnung der Kinder war sehr kompliziert. Die Angaben, die die Schule in Bezug auf das Geburtsdatum und die Schreibweise des Namens hatte, differierten mit den uns zugesandten Angaben. Für uns Europäer ist es schwer verständlich, daß für die Zanskaris weder Geburtstag und -jahr, noch die exakte Schreibweise des Namens von grosser Bedeutung sind. Beispielsweise kann man den Namen Wangchuk auch Angchuk schreiben, bei Palmo auch Falmo usw. Das Erkennen des Geschlechtes ist anhand des Namens unmöglich, nur der Zusatz „Sohn oder Tochter von: ... (da wird der Vatername geschrieben)“ gibt Aufschluss über das Geschlecht des Kindes. Ausserdem heissen bestimmt 80 Prozent der Kinder mit dem ersten oder zweiten Namen Stanzin. So haben wir es am ersten Tag nach 8stündiger Arbeit nur bis zur Klasse 3 geschafft. Der Direktor und alle Lehrkräfte der Schule haben uns nach besten Kräften unterstützt. Es sind junge Leute, die auf uns einen sehr guten Eindruck machten. Wir haben für jedes Kind von der Stiftung ein kleines Geschenk überreicht (Vorschule und 1. Klasse: ein Paar warme Socken; 2.- 8. Klasse ein Stirnband aus Fliessstoff, die von Michael Schneider unentgeltlich für die Kinder genäht wurden). Und für alle gab es noch Süssigkeiten und Schulhefte. Besonders die Stirnbänder führten zuerst zu Heiterkeitsausbrüchen, dann aber wurden sie von den Kindern selbst bei grosser Hitze getragen. Tage später wurde eines sogar bei einem Mönch gesehen; er hat es wohl geschafft, es einem Kind abzuhandeln.




Am 02.07.04 wurde das Hostel, das in diesem Jahr endgültig bezugsfähig wurde, feierlich eingeweiht.

Mit seinen 5 Zimmern für jeweils 12 Kinder, Waschräumen, Toiletten, dem Speiseraum und den Aufenthaltsräumen für das Personal ist alles bis auf kleine Mängel funktionstüchtig. Alle Zimmer haben Doppelstockbetten mit Decken und Kissen und ein kleines Regal für jedes Kind. Der schönste Raum bekommt den Namen „Mariannen-Zimmer“ welches ich gesondert einweihen durfte.

Alle freuen sich auf die neue Unterkunft. Für die 60 Kinder, die dort wohnen können, bedeutet es eine wesentliche Erleichterung, denn viele Kinder haben einen langen, schwierigen Schulweg.

Mr. Namgyal eröffnete die Veranstaltung mit einer Rede, von Seiten der Stiftung hielt ich eine kleine Ansprache. Wir übergaben der Schule englischsprachige Kinderbücher, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten, für die neu errichtete Bibliothek, Tennisbälle für den Sportunterricht, Atlanten für die 7. und 8. Klasse. Weiterhin Verbandszeug und Zubehör für die „Erste Hilfe“ das von Frau Schacht, der Inhaberin der „Apotheke am Kaufhof“ aus Lübeck freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Zum Schluss der Einweihung wurden wir zum Lunch eingeladen und der neue Koch stellte seine Künste unter Beweis. Alles prima, er hat bestanden!

Danach ging es wieder zur Schule. Am 2. Tag hatten wir schon mehr Routine und kamen schneller voran mit dem Fotografieren und Registrieren der Kinder, auch der Direktor der Schule war besser vorbereitet - wir schafften es bis zur 8. Klasse.

Es ist erfreulich, dass in diesem Jahr für jede Klasse ein Raum zur Verfügung steht. In der Vorschule mussten die Kinder noch auf dem Fussboden sitzen, aber ab Klasse 1 gab es Tische und Bänke. Diese waren zum Teil schon sehr verschlissen, sie sollen jedoch noch in diesem Jahr komplett erneuert werden. Es wurde auch ein Hausmeister für die Schule eingestellt, der für kleinere Reparaturarbeiten zuständig ist.

Insgesamt können wir berichten, daß „unsere“ Schule sich gut entwickelt hat. Es besuchen jetzt insgesamt 116 Kinder (im letzten Jahr 79) die Schule. Es ist eine Vorschulklasse eingerichtet worden. Alle Kinder werden schon von der Vorschule an in Englisch unterrichtet. Es war schön für uns zu sehen, dass die Anzahl der aufgenommenen Jungen und Mädchen sich die Waage hielt. Mädchen haben es in Zanskar ungleich schwerer als Jungen, da sie von frühester Jugend an fest im Haushalt eingebunden sind. Leider kann ein qualitativ guter Unterricht zurzeit nur bis zur 8. Klasse durchgeführt werden. Wir haben beschlossen, die Kinder nicht über die 8. Klasse hinweg in anderen Schulen des Landes zu fördern. Der hohe organisatorische Aufwand, der notwendig wäre, die Kinder zu begleiten, würde von uns nicht bewältigt werden können. Im Augenblick besteht von Seiten der SECPAD noch nicht die Möglichkeit den Unterricht bis zur 10. Klasse fortzuführen, da es an Lehren und geeigneten Klassenräumen fehlt. Es wird aber daran gearbeitet, unseren Kindern in Zukunft einen Abschluss der 10. Klasse in der SECPAD zu ermöglichen.

Aufteilung der Kinder:

Klasse Jungen Mädchen Total
8 1 8 9
7 7 3 10
6 2 10 12
5 5 5 10
4 4 3 7
3 5 6 11
2 9 7 16
1 10 5 15
Vorschule 15 11 26
  58 58 116

Die Kinder werden unterrichtet von:

Mr. Nawang Thardot (Direktor), Sozialwissenschaften
Mr. Youten Topgyal, Chemie/ Physik
Mr. Kelsang Tenya, Tibetian
Mr. Tsering Wangyal, Mathematik
Mr. Stanzin Stobgyal, Geographie
Mr. Lobzang Tsepal, Heimatkunde
Mr. Nima Tsering, Hindi
Mr. Rigzin Samdup*, Geschichte
Mr. Stanzin Chosdak*, Englisch
Miss Phuntsok Dolma*, Englisch
Miss Thukjay*, Englisch

* zeitweise angestellt

In den folgenden Tagen haben wir die geförderten Kinder nochmals extra besucht und in einigen Klassen hospitiert. Alle waren glücklich über die persönlichen Nachrichten aus Deutschland und haben Antwortbriefe mitgegeben. Die Arbeit mit den Kindern und Lehrern hat uns viel Spass gemacht. Man sieht hautnah, wie die Hilfe greift.

Die Arbeit an dem Projekt SECPAD wird im Sinne von Marianne Athenstaedt fortgesetzt. Das Sponsoring für bedürftige Kinder wird weiter ausgebaut.

Im November diesen Jahres treten Vorstand und Beirat zusammen und werden über die zukünftigen konkreten Aufgaben beraten und die neue Aufgabenverteilung innerhalb der Stiftung festlegen.

Straelen im Oktober 2004
Evelyn Reuter